Tomaten

Die rote Powerfrucht ist beliebt wie nie.

Die Tomate (Solanum lycopersicum), oder hierzulande auch Paradeiser genannt, gehört wie zum Beispiel die Kartoffel zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae). Bei uns eine reine Kulturpflanze, kommt die Tomate ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, wo sie bereits von den Maya verwendet wurde.

Von klein bis mächtig

Die Tomate ist eine einjährige Pflanze, die zwar krautig ist, jedoch im Laufe der Kulturzeit auch verholzt. Die Wuchsformen sind dabei sehr unterschiedlich. Da sollte man sich beim Kauf durchaus schon Gedanken machen ob und wieviel Platz ich der Tomatenpflanze bieten kann. Denn von der Buschtomate (30-40cm) bis zur Strauchtomate (200cm und höher), ist natürlich der Anspruch auf Raum ein Anderer. Nicht nur was die Höhe angeht, nein auch die Breite sollte dabei mit einbemessen werden.

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Es muss nicht immer Rot sein

Bei der Tomate gibt es mittlerweile mehr Sorten als es Geschmäcker gibt. Dabei ist es nicht ganz einfach den Durchblick zu bewahren. In erster Linie sollte der Geschmack zählen. So wird mittlerweile in groß angelegten Sortenversuchen eine Auswahl getroffen, die es uns erleichtern soll, die Besten herauszufiltern. Neben der klassischen roten Rundfruchttomate, gibt es auch grüne, gelbe und beinahe schwarze Früchte, welche zusätzlich noch eine besondere Zeichnung aufweisen können. Ob einem nun die Cocktailtomate, Ochsenherz, Rundfrucht, Kirschtomate oder gar die San Marzano besser mundet bzw. einfach zusagt, muss schließlich jeder selbst entscheiden.

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Was entscheidet nun über guten Geschmack.

Geschmack ist ja etwas Subjektives. Bei der Tomate ist der natürliche Zuckergehalt entscheidend und ob und wie er mit der Fruchtsäure harmoniert, um es objektiv auszudrücken.

Neben Geschmack zählt auch der Verwendungszweck

Die Tomate findet man in zahlreichen Gerichten wieder. Jede Frucht kann unterschiedlich verwendet werden. So gelangt die Tomate in Saucen (nicht nur Ketchup), Sugos, Suppen, natürlich Sommersalate, einfach so zur Jause, gerne auch getrocknet oder in Olivenöl eingelegt, zusammen mit Mozzarella oder direkt von der Pflanze genascht.

Die Tomate schmeckt nicht nur hervorragend, nein sie liefert uns auch noch reichlich Vitamin B und Vitamin C, sowie wichtige Mineralstoffe.

Der Standort sollte gut gewählt werden. Je nach Wuchs sollte auch ein entsprechend großes Gefäß verwendet werden, solange sie nicht direkt in den Boden gepflanzt werden. Ein sehr sonniger und somit warmer Platz ist sehr wichtig. Tomaten benötigen reichlich Wasser und Nährstoffe. Bis auf die Buschtomaten benötigen alle Sorten eine Rankhilfe, sei es ein Spalier, eine Schnur, oder ein Gitter, ohne werden sie die Früchte alleine nicht halten können. Das Ausgeizen, also das Entfernen der Triebe aus den Seitenachseln, kann den Ertrag nochmals steigern.

Bei Busch- und Cocktailtomaten ist dies nicht unbedingt notwendig. Sollte die Pflanze für sie zu groß werden, so kann man auch den Haupttrieb kappen und so das Längenwachstum stoppen. Im späten Sommer kann man grün gebliebene Tomaten zusammen mit Äpfeln lagern, das abgegebene Reifegas Ethylen kann dafür sorgen, dass die Früchte noch nachreifen.

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