Karnivoren

Fleischfresser im Pflanzenreich (Karnivoren), mehr als kurios.

Fleischfressende Pflanzen, damit gemeint natürlich insektenfressende, gehören zu den faszinierendsten Gewächsen überhaupt. An oft kargen Stellen angesiedelt, können sie so das Unterangebot an Nährstoffen ausgleichen.

Es gibt auch heimische Fleischfresser

Überall auf der Welt kann man Insektenfresser entdecken. Einige sehr interessante Exemplare „gehen“ aber auch bei uns auf die Jagd nach kleinen Tierchen. Neben verschiedenen Wasserschlauch-Arten kommen bei uns auch mehrere Sonnentauarten vor, welche tentakelartige Triebe besitzen.

An diesen Trieben befindet sich eine stark klebrige Substanz, an der die Insekten haften bleiben und sogleich verdaut werden können.

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Unterschiedlichste Fangmethoden

So unterschiedlich die Fleischfresser auch sind, so unterschiedlich sind ihre Fangmethoden. Dabei ist es immer wieder unglaublich was die Natur so zu bieten hat. Der eben erwähnte Sonnentau hält eine klassische Klebfalle parat. Die Venusfliegenfalle gehört zu den Klappfallen, bei der winzige Härchen berührt werden müssen um zuzuklappen.

Bei Schlauchpflanzen und Kannenpflanzen sind es Fallgruben, aus denen sich die Insekten nicht mehr befreien können. Angelockt werden die Insekten ebenso unterschiedlich. Ob von leuchtenden Farben, glitzernden Sekreten oder betörenden Düften, am Ende werden sie von den Enzymen aufgelöst.

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Die Venusfliegenfalle ist die Bekannteste unter den Fleischfressern.

Es ist nicht leicht der Versuchung zu widerstehen, die Falle zum Zuklappen zu bringen. Jedoch sollte man es nicht übertreiben, denn es kann sein, dass durch die Überreizung die Pflanze die Lust daran verliert.

Wenn es um die Pflege geht

Da es ja auch heimische Arten gibt, kann man sich im Garten auch ein kleines Beet anlegen, in dem der Sonnentau oder auch der Wasserschlauch gut wachsen können. Man gräbt ein Loch von ca. 50cm Tiefe und legt eine Teichfolie aus.

In das Loch gibt man Weisstorf, den man mit Kokosfaser strecken kann. In dieses Moorbeet kann man dann wunderbar seine Fleischfresser auspflanzen.

Wichtig ob im Garten oder auf der Fensterbank, gegossen werden sollte stets kalkarm, also am Besten mit Regenwasser. Das Substrat sollte aus Hochmoortorf bestehen und nahezu ungedüngt sein. Fleischfresser schätzen das feuchte Klima, das heißt in der Nähe von Heizungen wird ihnen schnell zu trocken.

Bei zu geringem Lichtangebot werden die Triebe der Karnivoren sehr schnell lange und mastig. Es muss nicht die direkte Sonne sein, aber hell ist durchaus erwünscht. In der Winterzeit sollte man sie an einen etwas kühleren Standort stellen, falls dies möglich ist.

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