Kakteen

Kakteen und Sukkulente, perfekt am Standort angepasst.

In der Natur kommen Kakteen fast ausnahmslos in Amerika vor. Dort haben sie sich perfekt an den Standort angepasst. Man kommt nicht herum dabei an die Wüste zu denken.

Sukkulente sind wahre Überlebenskünstler

Sukkulente sind saftreiche Pflanzen, die sich an die örtlichen Gegebenheiten angepasst haben, in dem sie verschiedene Organe umgebildet haben. Je nachdem welches Organ zur Wasserspeicherung umgebildet wurde, werden sie auch eingeteilt. So gibt es Wurzel-, Blatt- und Stammsukkulente. Wobei auch alles zutreffen kann. Die Kakteen sind die bekanntesten Sukkulente, daher sind jedoch nicht alle Sukkulenten Kakteen. Euphorbien gehören ebenfalls zu den Sukkulenten, sind aber keine Kakteen. Wer es herausfinden möchte, kratzt vorsichtig an der Rinde der Pflanze, sobald Milchsaft ausfließt ist man sicher, dass es sich um eine Euphorbie handelt (Milchsaftgewächs).

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Kakteen brauchen nur wenig Wasser

Fast alle Kakteen sind Stammsukkulenten, deren Spross stark angeschwollen ist. Sie sind echte Überlebenskünstler die an den entlegensten, heißesten und trockensten Orten überleben können. Mit einigen Tricks haben sie sich für perfekt an die Umgebung angepasst. Eine dickere Haut (Cuticula) etwa soll die Wasserverdunstung beschränken. Das ist auch der Grund, warum Kakteen keine Blätter besitzen, dadurch verringern sie ihre Oberfläche und sparen so zusätzlich wichtige Feuchtigkeit. So manches Tier würde die Kakteen nur zu gern verspeisen um an das gespeicherte Wasser zu gelangen. Jedoch haben die meisten Kakteen einen perfekten Fraßschutz in Form von gemeinen Dornen.

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Kakteen und Sukkulente können durchaus nützlich sein.

Nimmt man Beispielsweise die Aloe vera. Aus ihr werden mittlerweile eine Vielzahl an Produkten hergestellt. Der geleeartige Pflanzensaft wirkt Wunder bei Sonnenbrand und diversen Hauterkrankungen. Eine Aloe sollte jedoch mindestens 5 Jahre alt sein um die entscheidenden Inhaltsstoffe gebildet zu haben.

Der richtige Umgang

Da Kakteen und Sukkulente besonders sonnenhungrig sind, ist ein Platz direkt am Fenster, im Wintergarten oder sogar im eigenen Glashaus, der Ideale. Sollte das Fenster jedoch einen Sonnenfilter besitzen oder stark verspiegelt sein, so wird es nicht ausreichen die Pflanzen zu versorgen. Also wenigstens 1-2 Stunden direkte Sonne wären von Vorteil. Ansonsten sollte es schon recht hell sein an ihrem Standort. Auch die Temperaturschwankungen wie in einem Wintergarten, sind für sie kein Problem, denn auch in der Wüste hat man Schwankungen bei Tag/Nacht von gut 30-40 Grad.

Die Entwicklungsphase beginnt im Frühjahr, also etwa im März. Ab diesen Zeitpunkt sollte man durchdringend Wässern. Nachdem die Erde abgetrocknet ist, erfolgt eine Gießpause von ca. 1 Woche. Danach erst wieder mit dem Gießvorgang beginnen. Überschüssiges Wasser in einem Übertopf muss unbedingt entfernt werden, da dies rasch zu Wurzelfäulnis führen wird.

Über die Wachstumsphase, welche bis September anhält, sollte natürlich auch gedüngt werden. Hier sollte schon ein entsprechender Kakteendünger verwendet werden und die Angaben auf der Verpackung beachtet werden. Viele Kakteen benötigen zur Ausbildung der Blütenknospen eine Winterruhe, also eine Temperaturabsenkung zwischen 5 und 15 Grad Celsius.

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